Vereinschronik

 

Vorwort

 

Aus den ersten 50 Jahren des KSV Kirchlinde 1926 e.V. sind leider nicht mehr viele Unterlagen vorhanden. Wir waren bei der Erstellung der Chronik vor gut 10 Jahren zum größten Teil auf ein Protokoll des Ältestenrates aus dem Jahre 1976 und Erzählungen angewiesen. Heute ist es fast unmöglich noch Einzelheiten ausfindig zu machen.

Wir würden uns freuen, wenn diese nun aktualisierte Vereinschronik trotzdem Anklang findet. Besitzer alter Urkunden und Informationen werden von uns gebeten, diese Vereinsgeschichte mit zu ergänzen, indem sie sich mit uns in Verbindung setzen. Wir sind immer bestrebt, unsere Vereinschronik zu ergänzen.

Jeweils im Abstand von 5 Jahren soll eine überarbeitete und aktualisierte Neuauflage erscheinen. Teilen Sie uns daher Ihnen bekannte Informationen mit, die hier fehlen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen der Chronik und der anderen Berichte, die in diesem Jubiläumsheft abgedruckt wurden. Die Chronik ist auch ein Teil der Geschichte unseres Ortes Kirchlinde.

Bevor auf den Folgeseiten die Vereinsgeschichte erzählt wird, beginnen wir mit einer Auflistung der bisherigen Vereinsvorsitzenden in der 80-jährigen Geschichte des KSV Kirchlinde 1926.

 

Die Vorsitzenden des KSV Kirchlinde 1926 e.V.

 

            1926 – 1929               Hans Nowack                        U

            1929 – 1950               Karl Dittmann                        U

            1950 – 1959               Hans Stevens                         U

                                             Willi Wortmann                    

            1959 – 1961               Heinrich Horst                       U

            1961 – 1968               Heinz Dittmann                     U

            1968 – 1970               Adolf Faber                          U

            1970 – 1976               Willi Rüttershoff                    U

            1976 – 1978               Willi Dittmann                      

            1978 – 1979               Klaus Rüttershoff                 

            1979 – 1981               Manfred Jarzombek              

            1981 –                       Karl-Martin Dittmann                       

 

 

Vereinsgeschichte

von der Gründung 1926 bis zum 2. Weltkrieg

 

Der KSV Kirchlinde 1926 e.V. ging im Mai 1926 aus dem TSV Kirchlinde 1889 e.V. hervor. Im Turnverein Kirchlinde gab es schon lange eine Ringerabteilung, die mehrfach Bundesmeister im Freien Turnerbund wurde. Die Aktiven hatten sich jedoch höhere Ziele gesetzt und beschlossen die Gründung eines eigenen Ring- und Boxsportvereins, nachdem der Vorstand des Turnvereins sich weigerte, die Ringerabteilung beim Deutschen Athleten Sportbund (heute: Deutscher Ringer-Bund) anzumelden. Nur als Mitglied dieser Vereinigung hatte man die Möglichkeit an Bezirks-, Gau-, Kreis- und Deutschen Meisterschaften teilzunehmen. Bis es allerdings soweit war, vergingen noch 2 Jahre, in denen der Verein als sogenannter „wilder“ Verein existierte.

Die Gründer des Ring- und Boxsportvereins 26 waren Karl Busse, Karl Dittmann, Georg Ferrow, Felix Jakubek, Hermann Konze, Fritz Krüsemann, Josef Neuhaus, Hans Nowak, Fritz Schulte, Hans Welp und Kurt Wendemuth. Von den Gründern lebt heute keiner mehr. Ehrenmitglied Karl Busse verstarb als letzter Gründer im Dezember 1995.

In den ersten Jahren hatten alle eine schwere Zeit durchzustehen. Das größte Problem war die Anschaffung einer Ringermatte. Durch große Opfer der damaligen Mitglieder und Spenden von Freunden und Gönnern konnte aber bald die Matte angeschafft werden. Für das noch fehlende Geld wurde ein Wechsel unterschrieben, der aber zur Zufriedenheit des Kassierers schnell abgelöst werden konnte. Der Trainingsbetrieb wurde im Saal der Gaststätte Ferrow aufgenommen. Der damalige Saal dieser Gaststätte wurde später zu einem Blumensamenlager umfunktioniert. Nach dem Umbau zum Kirchlinder Kino und der anschließenden Nutzung als Schützenhalle des BSV Kirchlinde 1896 gibt es nun dieses Gebäude nicht mehr.

Nachdem sich der Ring- und Boxsportverein 26 dem Deutschen Athleten Sportverband angeschlossen hatte, gelang ein glanzvoller Aufstieg. Der Verein startete aufgrund seiner Leistungsstärke sofort in der Gauklasse und der Aufstieg im selben Jahr scheiterte daran, dass zum entscheidenden Kampf der Koffer mit den Ringertrikots und Pässen nicht da war. 1928 wurde man Gaumeister und stieg in die höchste Klasse auf. Durch die sportlichen Erfolge kamen viele Zuschauer und die Mitgliederzahl stieg ständig. In dieser Zeit war folgender Vorstand tätig:

 

1.Vorsitzender

Hans Nowak

Geschäftsführer

Karl Busse

Kassierer

Josef Neuhaus

Trainer

Fritz Schulte

Mannschaftsführer

Hans Welp

 

 

 

Im Jahre 1928 standen der 1. Mannschaft 20 aktive Ringer zur Verfügung und die Schüler- und Jugendmannschaft fand regen Zulauf. Am 9. September 1928 wurde die heute noch existierende Vereinsfahne eingeweiht. Zur Fahnenweihe erschienen mehrere Vereine aus der Umgebung. Der Vorsitz des Vereins wechselte zu Karl Dittmann, der bis zu seinem Tode im Jahre 1950 der Vorsitzende des Ring- und Boxsportvereins 26 Kirchlinde blieb.

Im Jahre 1932 stellte der Verein mit Willi Wortmann bereits einen 2. Deutschen Jugendmeister und immer mehr sport- und ringfreudige junge Männer kamen hinzu. Ebenfalls 1932 errang Kurt Wendemuth den 2.Platz bei der Ausscheidung um die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Los Angeles.

1934 kam es dann zur ersten Teilnahme an einer Deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Im entscheidenden Kampf in Alsfeld reichte es jedoch nur zum 2.Platz. Dafür wurde aber mit Willi Sagawe ein Kirchlinder Ringer Deutscher Jugendmeister. Einige andere Ringer belegten vordere Plätze bei verschiedenen Meisterschaften. Wenn man bedenkt, dass damals in jeder Gewichtsklasse 30 bis 40 Ringer starteten, ein sehr großer Erfolg.

Der 2.Weltkrieg

Der 2.Weltkrieg stoppte die erfolgreiche Tätigkeit des Vereins in sehr großen Maße. Anfangs wurde der Sportbetrieb noch aufrecht erhalten. Dann musste er jedoch aufgegeben werden und der Verein ruhte. Viele Vereinsmitglieder kamen nicht von ihren Einsätzen zurück.

 

 

Von 1946 bis 2001

55 ereignisreiche Jahre Ringen in Kirchlinde

 

Nach dem 2. Weltkrieg nahm der KSV Kirchlinde 1926 als einer der ersten Ringervereine am 1. April 1946 wieder den Sportbetrieb auf. Bereits im folgenden Jahr kämpfte die Kirchlinder Seniorenmannschaft wieder in der höchsten deutschen Ringerklasse und eine starke Juniorenmannschaft holte mehrere Titel. Trainiert wurde in dieser Zeit in der Zechenturnhalle „Im Dorloh“. Als die Zeche jedoch die Turnhalle für andere Zwecke umbaute, stand der Verein vor dem Problem, wo er nun Trainingsstunden und Mannschaftskämpfe durchführen sollte. Die großen Räumlichkeiten in den Gaststätten waren anderweitig belegt und so musste der Verein zwangsläufig wieder ruhen. Viele Aktive gingen in dieser Zeit als Gastringer zu Nachbarvereinen (überwiegend SU Annen), um ihrem Ringersport weiter nachgehen zu können.

 

Ab 1954 stand dem Verein endlich wieder ein Trainingsraum zur Verfügung. Es war der kleine Saal des Gründungslokals Ferrow. Endlich konnte in Kirchlinde wieder gerungen werden. In dieser Zeit führten u. a. Heinrich Stevens und Willi Wortmann den Verein. Als Geschäftsführer war Bernhard Kretschmann tätig.

 

Die Freude über den Trainingsraum war in Kirchlinde jedoch nicht von langer Dauer. Aus bestimmten Gründen stand der kleine Saal nicht mehr zur Verfügung. Zeitweise musste man wieder ohne regelmäßiges Training auskommen. Ende 1956 konnte man dann endlich wieder die Turnhalle der Zeche Zollern benutzen. Zu dieser Zeit hatte der Verein ca. 50 Mitglieder (15 Schüler, 25 Jugendlichen, 10 Senioren). 1958 konnte der KSV dann bei großer finanzieller Eigenbeteiligung eine neue 5 x 5 m große Ringermatte anschaffen. Die Einzelteile hatten damals Tragegriffe und die gesamte Matte wog 650 kg. Der Kaufpreis betrug 2.400 DM. Zum Vergleich: Zur Zeit kostet eine 12 x 12 m Wettkampfmatte mit Plane ca. 15.000 €.

 

Bei einer über mehrere Jahre konstanten Zahl von 50 Mitgliedern wurde im Jahr 1959 folgender Vorstand gewählt:

 

1. Vorsitzender           Heinrich Horst                     Kassierer                     Willi Wortmann

Geschäftsführer          Bernhard Kretschmann          Sportwart                   Albert Günter

Jugendwart               Josef Ahn

 

1961 wurde dann 1. Vorsitzender Heinz Dittmann, Geschäftsführer Manfred Jarzombek, Sportwart Jakob Wendemuth, Trainer Rudi Sadzio und Kassierer blieb Willi Wortmann, der dieses Ehrenamt bis 1977 vorbildlich ausführte.

Schon zu Beginn der 60er Jahre bestanden Kontakte des KSV zum ASV Rübenach. Die Kämpfe fanden zu dieser Zeit in der Gaststätte „Haus Pohlmann“ (Sängerheim) statt. Nachdem Ende 1962 die Zechenturnhalle wieder geschlossen wurde, fand man in diesem Lokal eine neue Bleibe. Die fällige Miete konnte der Verein nur mit Hilfe von Zuschüssen der Stadt aufbringen. Das Ganze ging bis 1969 so weiter

Aus dem Jahr 1964, als der Verein 60 Mitglieder hatte, stammt das älteste Kampfprotokoll in den Vereinsunterlagen. Am 31. Oktober 1964 besiegte man den PSV Detmold mit 15:4.

Im Folgejahr konnte dann eine 6 x 6 m große Ringermatte angeschafft werden. Diese war unbedingt erforderlich, damit allen 72 Mitgliedern (32 Schüler, 14 Jugendliche, 26 Senioren) genügend Trainingsplatz geboten werden konnte. Der Monatsbeitrag betrug zu dieser Zeit:

 

Schüler                               0,20 DM         Jugendliche                 0,50 DM

Junioren                              1,00 DM         Senioren                     1,50 DM

passives Mitglied                   1,00 DM

 

1967 stellte der KSV erstmals wieder einen Teilnehmer auf einer Deutschen Meisterschaft. Nach mehreren Jahren sportlichen Abstiegs, vor allem bedingt durch unregelmäßige und unzureichende Trainingsmöglichkeiten, ging es nun wieder bergauf. Die Mitglieder gaben 1968 dem Vorstand ein etwas anderes Gesicht. Vorsitzender wurde Adolf Faber und Geschäftsführer Alfred Tiemann.

Einen Tiefschlag unerwarteter Art musste man in diesem Jahr noch hinnehmen. Dem Verein wurde bei einem Unwetter die im Lokal Sängerheim gelagerte Ringermatte durch Regenwasser total zerstört. Die Anschaffung einer neuen Matte betrug rund 6.000 DM und belastete die Vereinskasse sehr stark. Im selben Jahr übernahm Manfred Jarzombek die Schüler- und Jugendarbeit. Die Seniorenmannschaft holte 1968 die Herbstmeisterschaft in der Besetzung H.Tiemann, H.Wendemuth, W.Drabhoff, R.Neutzner, G.Dittko, J.Ahn, L.Mylnarek, W.Rüttershoff. Betreut wurde die Mannschaft von Manfred Jarzombek und Jakob Wendemuth.

1969 war es endlich geschafft. In der neuerbauten Jungferntal-Turnhalle fand der KSV eine Bleibe, der er bis heute treu geblieben ist. Einmal in der Woche (Donnerstag) konnte die Halle zum optimalen Training genutzt werden. Damit konnten auch Veranstaltungen viel besser ausgerichtet werden. Die 1. Mannschaft kam in diesem Jahr auf Platz 3 in ihrer Klasse und die Schüler- und Jugendmannschaft konnte gute Erfolge erzielen.

Auf der Jahreshauptversammlung 1970 wechselte der Vereinsvorsitz. Nachfolger von Adolf Faber wurde Schwergewichtsringer Willi Rüttershoff. Man verzeichnete 74 Mitglieder und hatte die Gaststätte Erdbrügger als Vereinslokal. Unter Trainer Josef Ahn belegte man in der Westfalenliga Platz 4 mit den Kämpfern: Köppinghoff, Altmann, Hendel. Behrend. Lohse, H.Wendemuth, Ahlers, Schiefer, Neutzner, Hoffmann, Hildebrand, Hiddemann, Mylnarek, G.Dittko, Welzel und Rüttershoff.

Sein 45-jähriges Bestehen feierte der Verein dann 1972 mit einem Pokalturnier und einer kleinen Feier. Leider sank in diesem Jahr die Mitgliederzahl und die Mannschaft stieg aus der Westfalenliga ab. Mit 55 Mitgliedern hatte man 1972 einen Tiefpunkt erreicht. Der neue Vorstand mit dem Vorsitzenden Willi Rüttershoff, der Geschäftsführerin Hannelore Jarzombek, dem Kassierer Willi Wortmann und dem Jugendwart und Trainer Manfred Jarzombek versuchte dies zu verbessern. Es wurde eine 8x8 m große Ringermatte angeschafft, die den neuen Wettkampfbestimmungen entsprach. Platz 3 in der Westfalenliga erreichte eine verjüngte Mannschaft in der Formation: Peter Bergel (48kg), Wolfgang Sierigk (52 kg), Detlef Drechsler (57kg), Detlef Altmann (62kg), Peter Behrend, Udo Brinkmann und Rolf Neutzner (68kg), Günter Dittko (74kg), Theo Hildebrand (82kg), Karl-Heinz Hiddemann (90kg), Hubert Malkowski (100kg) und Willi Rüttershoff (+100kg).

Der gleiche Vorstand wurde 1973 bis auf kleine Änderungen bestätigt. Eine Vereinssatzung wurde beim Amtsgericht Dortmund eingereicht und ab dem 10. Dezember 1973 war man ein eingetragener Verein (e.V.). Wahlen fanden nun nur noch alle 2 Jahre statt. Großen Verdienst an der Eintragung beim Amtsgericht hatte die erste Frau im KSV-Vorstand, Hannelore Jarzombek.

Die Seniorenmannschaft kam 1973 wiederum auf Platz 3. Im Vergleich zum Vorjahr fehlte nur Rolf Neutzner und mit Gerald und Willi Böhme sowie Reiner Köllner und Manfred Jarzombek wurde die Mannschaft ergänzt. Vereinslokal war inzwischen die Gaststätte Union-Eck.

Sehr viel brachte dem KSV Kirchlinde 1926 e.V. das Jahr 1974. Man hatte 67 Mitglieder und konnte im Jahresverlauf den Aktiven einen 2. Trainingstag in der neuen Sporthalle Kirchlinde anbieten. Die Seniorenmannschaft verpasste als 2. nur knapp den Aufstieg. Im November 1974 kehrte dann Rudi Schreer zum KSV Kirchlinde 1926 e.V. zurück. Differenzen mit dem ASV Heros 94 Dortmund führten den Landesjugendtrainer an seine alte Kampfstätte zurück. Ein wertvoller Gewinn für den Kirchlinder Ringersport. Mit Rudi Schreer kamen vom ASV Heros noch Andreas Strobl, Armin Schreer, Ralf Schreer, Jörg Schmidt, Ingo Schmidt, Torsten Will, Thomas Eigenbrodt, Klaus Eigenbrodt und Heinz Günter Immich nach Kirchlinde. Es war fast eine komplette Schülermannschaft. Im Folgejahr machten Günter Kozub jun., Hans Dieter Strobl, Heinz Schmidt jun. und Rüdiger Viefhaus den gleichen Schritt. Rudi Schreer übernahm sofort das Kirchlinder Training und wurde auf der Jahreshauptversammlung 1975 neuer Sportwart des Vereins. Viele Erfolge, auch vor allem im Schüler- und Jugendbereich, trugen in den Folgejahren die Handschrift von Rudi Schreer. Viele Ringer dieser Zeit haben ihr Können diesem Trainer zu verdanken.

1975 reichte der Kirchlinder Seniorenstaffel der 2. Platz zum Aufstieg in die Westfalenliga. Man kämpfte mit: Peter Bergel, Andreas Strobl (48kg), Armin Schreer, Uwe Nolle (57kg), Willi Böhme (62kg), Detlef Altmann, Detlef Drechsler (68kg), Günter Dittko, Heinz Schmidt jun. (74kg), Theo Hildebrand, Udo Brinkmann (82kg), Peter Welzel, Manfred Lupp (90kg), Hubert Malkowski (100kg), Reiner Köllner, Manfred Jarzombek (+100 kg).

Als man 1976 das 50-jährige Vereinsbestehen im kath. Jugendheim feierte, hatte man 91 Mitglieder. Die Pokalturniere für Schüler- und Seniorenmannschaften konnte der Jubilar für sich entscheiden. Aufgrund des Rücktritts von Willi Rüttershoff übernahm Willi Dittmann kurz vor der Jubiläumsfeier den Vereinsvorsitz. Die 1. Mannschaft wurde Meister der Westfalenliga und erreichte durch eine geplante Neugruppierung der einzelnen Ligen die Aufstiegskämpfe zur Oberliga. Von der Mannschaft des Jahres 1975 waren Manfred Lupp und Peter Welzel nicht mehr dabei, dafür kamen Wolfgang Sperling und Andreas Gehrke neu hinzu.

 

Die ersten Monate des Jahres 1977 standen ganz im Zeichen der Aufstiegskämpfe zur Oberliga. Zu den Auswärtskämpfen fuhr immer ein voller Bus und die Heimkämpfe waren sensationell gut besucht. Nach einem 28:12 Heimsieg gegen den KSV Oberhausen am 5. Februar 1977 gewann man in Oberhausen am 5. März 1977 mit 22:18. Der 2. Gegner SC Germania Köln-Ossendorf trat zum Heimkampf am 26. März 1977 im Jungferntal nicht komplett an. Der KSV gewann bereits 40:0 an der Waage und sicherte sich vorzeitig den Aufstieg. Die 19:21 Niederlage am 2. April 1977 in Köln war nur noch Nebensache. Die Aufstiegskämpfe bestritten: Hans Skowronek, Jörg Schmidt, Andreas Strobl, Armin Schreer, Peter Bergel, Ralf Schreer, Uwe Nolle, Detlef Ridder, Willi Böhme, Detlef Altmann, Jürgen Schroeder, Wolfgang Sperling, Theo Hildebrand, Heinz Schmidt, Reiner Köllner, Hubert Malkowski, Karl-Heinz Hiddemann, Andreas Gehrke und Manfred Stromberg. Die 1. Mannschaft des KSV war damit innerhalb kürzester Zeit von der untersten in die höchste Landesleistungsklasse aufgestiegen. 3 Aufstiege in Folge sorgten für den Höhenflug der Schreer-Truppe, die mit Andreas Strobl 1977 ein Mitglied im Bundeskader des Deutschen Ringer-Bundes stellte. Auf der Jahreshauptversammlung wurde mit Günter Flörke ein neuer Kassierer gewählt. Die anderen Positionen blieben ohne große Veränderungen. Der Vorstand schaffte für die seit 1975 im Vereinsbesitz befindliche 10x10 m Ringermatte eine Plane an, um teuere Klebearbeiten und -kosten zu sparen. Erstmals konnten mehr als 100 Mitglieder registriert werden. Die Schülermannschaft konnte als Westfalen- und Landesmeister nicht zur Deutschen Meisterschaft fahren, da der Deutsche Ringer-Bund den Termin in die Sommerferien von NRW gelegt hatte und einige schon den Urlaub fest gebucht hatten. Für die Serie 1977 meldete der Verein erstmals 2 Seniorenmannschaften. Abgeschlossen wurde die Serie von den Mannschaften in der Oberliga und Westfalenklasse mit dem 6. Platz

Im Laufe des Jahres 1978 trat der 1. Vorsitzende Willi Dittmann zurück und der Vereinswirt Klaus Rüttershoff übernahm die Vereinsführung. Die 1. Mannschaft kam wieder auf Platz 6 und die Reservestaffel erreichte sogar den 5. Rang in ihrer Gruppe. Zur Aufstiegsmannschaft waren mittlerweile altersbedingt Klaus Eigenbrodt, Ingo Schmidt und Frank Poppke aufgeschlossen.

1979 war kein glanzvolles Jahr für den KSV. Die 1. Mannschaft stieg von der Oberliga in die Landesliga Ost ab und einige Leistungsträger verließen den Verein. Nachdem ältere Aktive ihre Rücktritte erklärt hatten, musste ein Neuaufbau beginnen. Zuständig hierfür waren nun Vorsitzender Manfred Jarzombek, Geschäftsführerin Hannelore Jarzombek, Kassierer Günter Flörke, Jugendwart Karl-Martin Dittmann und Trainer Rudi Schreer. Zu Beginn der 80er-Jahre zählte man 122 Mitglieder im KSV. Es wurde eine neue Ringermatte (9x9m) benötigt, um den Trainingsbetrieb optimal durchführen zu können. Trotz der Zuschüsse vom Land und der Stadt blieb der KSV-Eigenanteil an der über 11.000 DM teuren Matte noch recht hoch. Andere Sportarten haben es mit dem Sportmaterial sicherlich einfacher und kostengünstiger. Das Seniorentraining wurde im Laufe der Zeit von Andreas Strobl übernommen, der aus gesundheitlichen Gründen keinen Wettkampfsport mehr ausüben konnte. Rudi Schreer konzentriert sich ab dieser Zeit mit Manfred Jarzombek auf die Nachwuchsförderung. In der Mannschaftsserie stellte man nur noch eine Mannschaft, die in der Landesliga 8. wurde. Durch den plötzlichen Tod des Kassierers Günter Flörke Ende November, verwaltete der Vorstand die Kassengeschäfte vorübergehend mit.

 

Auf der Jahreshauptversammlung 1981 wurde dann folgender Vorstand gewählt. Vorsitzender und Geschäftsführer Karl-Martin Dittmann, Kassierer Udo Brinkmann, Jugendwart Karl-Heinz Dempewulf, Sportwart und Trainer Senioren Andreas Strobl, Jugendtrainer Rudi Schreer und Manfred Jarzombek. Neues Vereinslokal wurde die Gaststätte Erdbrügger. In diesem Jahr starteten die KSV-Schüler als Westfalen- und Landesmeister auf der Deutschen Meisterschaft und wurden auf Platz 9 notiert. Zum Einsatz kamen: Michael Schröder, Markus Grothe, Simal Ylmaz, Oliver Thomas, Heiko Kruse, Klaus Dieter Fischer, Gerhard Raue, Michael Runkel, Frank Schroeder und Peter Raue. Im Juni 1981 fand dann die Feier des 50-jährigen Vereinsbestehens im kath. Jugendheim statt. Zur Mannschaftsserie gab es dann erstmals Plakate mit Werbefeldern, auf denen die Kämpfe angekündigt wurden. Man erreichte Platz 7 in der Landesliga.

Ab 1982 wurden die einzelnen Ligen von 10 auf 8 Vereinen reduziert und zwischen Landes- und Oberliga gründete man die Verbandsliga. Eine nicht unbedingt glückliche Regelung, da man von nun an 2 Heimkämpfe pro Serie weniger hatte. Aufgrund der Vorjahresplatzierung blieb der KSV in der Landesliga und verpasste die Verbandsliga knapp. In der Landesliga belegte man den 3. Platz.

Mittlerweile waren die Ringer aus dem Schwerathletenverband Nordrhein-Westfalen e.V. ausgetreten und hatten den Ringerverband Nordrhein-Westfalen e.V. ge­gründet. Eine durchaus positive Entwicklung. Nach dem Ausscheiden von Rudi Schreer im Trainingsbereich der Schüler bekam Manfred Jarzombek Unterstützung von Günter Kozub sen.. Die 2. Mannschaft des KSV landete nach 2jähriger Pause im ersten Wettkampfjahr auf Platz 6.

Im Lauf des Jahres 1983 bewegt sich wieder einiges bei den Kirchlinder Ringern. Der Vorstand veränderte sich ein bisschen, als Hans-Dieter Strobl Hauptkassierer und Jürgen Graupeter Jugendwart wurde. Am 14. Januar 1983 fand das 1. KSV-Frauengymnastiktraining statt und im März wurde diese Gruppe dann gegründet. Eine Ringertrainingspuppe konnte angeschafft werden und ab April bekam man zusätzliche Trainingsstunden am Freitag im Jungferntal. Von nun an konnte das Training im Seniorenbereich immer an gleicher Stelle stattfinden. Im Mai verstarb dann unerwartet Rudi Schreer. Noch zu Jahresbeginn hatte er für den beruflich verhinderten Andreas Strobl das Seniorentraining geleitet. Der KSV musste zur Jahresmitte einen Wechsel beim Schülertraining vornehmen. Manfred Jarzombek war zurückgetreten und so wurde Günter Kozub in der Folgezeit von Wolfgang Lohf und Detlef Pieper unterstützt. Die Seniorenstaffel belegte in der Serie Platz 3 und erstmals nach dem Aufstieg in die Oberliga wurde wieder eine Auswärtsfahrt mit dem Bus gemacht. Die Reservemannschaft blieb 1983 leider sieglos.

1984 hatte man schon über 150 Vereinsmitglieder. Die Trainerlizenz des Ringerverbandes erwarben nach Andreas Strobl (1980) noch Wolfgang Lohf und Wilfried Schnabel. Zum Jugendleiter wurde Jürgen Graupeter ausgebildet und seine Tochter Martina erhielt die Lizenz als Jugendkampfrichterin. Die Kontakte zum ASV Rübenach wurden zwischen Karl-Martin Dittmann und dem Rübenacher Ferdi Schäfer neu geknüpft. Von nun an trafen sich beide Vereine nach Möglichkeit einmal im Jahr. Die Kontakte schliefen erst wieder ein als der ASV Rübenach keine eigene Mannschaft mehr stellen konnte. Über die Pfingsttage wurde ein großer Ausflug nach Berlin organisiert und im Sommer fand das 1. KSV-Sommerfest in der Kleingartenanlage „Rahmer Wald“ statt. Ein Vereinswimpel wurde in diesem Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt. Die 1. Mannschaft schaffte zum drittenmal in Folge Platz 3 und die Reservemannschaft wurde 6. der Westfalenklasse.

Man entwickelte sich langsam aber ständig wieder nach oben. 1985 waren es schon 175 Mitglieder, die sich zum KSV Kirchlinde bekannten. Das Schülertraining übernahmen nun Klaus Eigenbrodt und Ingo Schmidt. Im April gründete man die Krabbelgruppe. Der Vorstand veränderte sich nur unwesentlich und man ging in eine erwartungsvolle Serie. Zuvor aber wurde eine Fahrt über Pfingsten nach Chieming organisiert und das 2. KSV-Sommerfest veranstaltet.

Als in der Serie die 1. Mannschaft nach ein paar Kämpfen unangefochten die Tabellenspitze behauptete, fand sich ein Gönner, der neue Trainingsanzüge spendete. Der Erfolg blieb nicht aus. Die Mannschaft wurde ungeschlagen Landesliga-Meister und die Reserve erreichte mit einem 3. Platz ihre beste Platzierung. Zum entscheidenden Kampf in Hombruch musste sogar ein 62-Personen-Bus eingesetzt werden. Beim letzten Heimkampf 1985 konnte dann erstmals eine mit Hilfe der Stadtsparkasse Dortmund angeschaffte Lautsprecheranlage die Zuschauer informieren. Nachdem Ende 1985 die Weihnachts- und Jahresabschlussfeier aus Platzgründen im kath. Jugendheim stattgefunden hatte, konnte das Jahr 1986 für den KSV Kirchlinde 1926 e.V. beginnen.

 

60 Jahre KSV Kirchlinde

Zu Beginn des Jahres 1986 richtete der Verein aus Anlass seines 60-jährigen Bestehens eine Westfalenmeisterschaft der B-Jugend in der Sporthalle Kirchlinde aus. Der Aufstieg der 1. Mannschaft in die Verbandsliga bewegte einen Vereinsgönner dazu, für die kommenden Kämpfe die Mannschaft mit neuen Trikots auszustatten. Auf der Jahreshauptversammlung im Jubiläumsjahr zählte der KSV erstmals über 200 Mitglieder. Als neues Vereinslokal wählte man die Gaststätte Zollern 1/3.

Vom 6.-11. Mai 1986 wurde das 60-jährige Vereinsbestehen kräftig gefeiert. Es begann am Dienstag mit einem Tag der offenen Jungferntal-Turnhalle. Neben Trainingsvorführungen der Krabbelgruppe, der Schüler-, Jugend- und Seniorenringer, sowie der Frauengymnastikabteilung stand ein Freundschaftskampf KSV 1986 : KSV „Alt-Auswahl“ auf dem Programm, den die aktuelle KSV-Formation mit 37:19 für sich entschied. Mit dem Rudi-Schreer-Gedächtnisturnier für Schüler und dem Karl-Dittmann-Gedächtsnisturnier für Seniorenmannschaften wurden die Feierlichkeiten am Donnerstag fortgesetzt. Das Seniorenturnier gewann Kirchlinde I vor Boden-Rübenach, Marten und Kirchlinde II. Zum Gedenken an die Verstorbenen fand am Freitag ein Marsch zum Ehrenmal mit Kranzniederlegung statt. Hieran beteiligten sich auch viele andere Kirchlinder Vereine. Die Jubiläumsveranstaltung fand dann am Samstagabend in der Schützenhalle Kirchlinde statt. Ein buntes Programm sorgte für Abwechslung. Den Ausklang bildete ein Frühschoppen am Sonntagmorgen.

Im Juli 1986 fuhr man mal wieder zu einem Freundschaftskampf nach Koblenz-Rübenach. Am 12. August 1986 bekam der KSV die positive Nachricht einen Klassenraum in den Pavillons der Jungferntal-Grundschule nutzen zu können. Der Raum wurde etwas renoviert und mit Matten ausgelegt. In der Meisterschaftssaison war man recht erfolgreich und konnte schon ein paar Kampftage vor Saisonende mit einem 26:14 Erfolg am 29. November 1986 beim Ortsrivalen ASV Westferfilde vorzeitig die Meisterschaft feiern. Hieran beteiligt waren Christian Graupeter, Mehmet Güner, Ricardo Luque, Ralf Schreer, Günter Kozub, Detlef Pieper, Oliver Thomas, Frank Schulz, Frank Schroeder, Klaus Stock und Wilfried Schnabel. Auch die KSV-Reserve war 1986 recht erfolgreich und belegte Platz 3 in der Abschlusstabelle.

Zu Beginn des neuen Jahres 1987 feierte man am 16. Januar im Kath. Jugendheim eine Aufstiegsfeier. Ein Sponsor ermöglichte die Anschaffung von Schwitzanzügen für die Meistermannschaft. Vorsitzender Karl-Martin Dittmann musste diese Feier mit Gipsbein erleben.

Auf der Jahreshauptversammlung blieb Karl-Martin Dittmann 1. Vorsitzender, Geschäftsführer und Pressewart. Sein Vertreter wurde Jürgen Thomas. Für das Kassen- und Sozialwesen wurde Manfred Stromberg gewählt. Jugendwart blieb Jürgen Graupeter und Sportwart Andreas Strobl. Klaus König, Gerd Huckschlag und Wolfgang Nickel komplettierten als stellv. Geschäftsführer, Kassierer und Jugendwart den Vorstand, der zur Jahreshauptversammlung erstmals in der Vereinsgeschichte einen größeren Werbevertrag (Dortmunder Ritter Brauerei) präsentieren konnte. Zu Himmelfahrt fand im Jungferntal erstmals ein Vereinshallenfußballturnier statt. Ritter-FIRST-Cup und Rudi-Schreer-Turnier füllten zusammen mit einem Vereinsausflug nach Inzing/Tirol die Sommermonate. Beim Seniorenturnier siegte Worringen vor Kirchlinde, Gütersloh und Boden-Rübenach.

Auf dem seinerzeit freien Gelände an der Zollernstr. fand am 1. und 2. August 1987 das 1. Sommerfest der Arbeitsgemeinschaft KSV und VfR Kirchlinde statt. Samstags stand ein Kinderfest und ein Tanzabend auf dem Programm und am Sonntag bildete eine Sportler-Talkshow mit dem WDR Lokalfernsehen den Höhepunkt. In der Saison 1987 belegte der KSV in der Oberliga als Aufsteiger einen guten 5. Platz.

Im Jahre 1988 lief es dann nicht ganz so gut. Die Krabbelgruppe musste im Februar wegen fehlender Übungsleiter aufgelöst werden. Es gab einige Probleme im Mannschaftsbereich, die sich am Jahresende auch auswirkten. Schon traditionell waren die Turnierausrichtungen für Schüler und Senioren im Sommer, wobei im Seniorenbereich diesmal Rübenach vor Worringen, Kirchlinde und Altenessen siegte. Eine Berlinfahrt im Juni sprach viele der 215 Vereinsmitglieder an. Mit einem erweiterten Programm über 3 Tage lief das 2. Sommerfest der AG KSV-VfR Kirchlinde im Zelt an der Zollernstr. ab. Am Freitag gab es einen Fassanstich, Tanz und Vorführungen. Am Samstag standen Kinderfest, Sportmodenschau und Tanz auf dem Programm. Im Abendprogramm gab es eine Travestie-Show. Den Abschluss am Sonntagmorgen bildete eine Sportler-Talkshow, die in Zusammenarbeit mit dem WDR Lokalfernsehen durchgeführt wurde. Sie war der absolute Renner und Knüller. Zu den Fernsehaufzeichnungen war das Zelt bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Aufgebot an Sportlern war riesig. Die damals beim WDR verantwortlichen Redakteure Rudolf Brückner und Sabine Köhne moderierten die Talkshow.

Sportlich war es eine schlimme Saison. Die 1. Mannschaft stieg aus der Oberliga ab und das Reserveteam wurde auch nur Letzter in seiner Klasse. Vom 2. November 1988 bis zum 15. Februar 1989 führte der KSV erstmals, und wie sich später herausstellte auch letztmalig, einen Skigymnastikkurs unter Leitung von Yvonne Baum durch, der auf reges Interesse stieß. Die positivste Nachricht des Jahres erreichte die Verantwortlichen im Oktober. Die Stadt stellte dem KSV den 2. Pavillonraum in Aussicht.

Nach dem Abstieg aus der Oberliga gründeten ein paar Förderer des Vereins im März 1989 des KSV-Förderkreis. Dieser sollte sich dann im Laufe der Zeit zu einem festen Standbein entwickelt. Im Vorstandsbereich veränderte sich einiges. Vorsitzender blieb Karl-Martin Dittmann, sein Vertreter wurde Manfred Stromberg, die Kasse übernahm Ellen König und die Geschäftsführung Martina Kozub. Jugendleiter Jürgen Graupeter und Trainer/Sportwart Andreas Strobl blieben in ihren Ämtern.

Einige unentwegte Ringer starteten im April beim Weinturnier in Langenlonsheim. Am 24. Mai 1989 war das dann soweit. Der KSV lud zur Einweihung des Kraft- und Mattentrainingsraumes ins Pavillon Jungferntal. In zahlreichen Arbeitsstunden hatten Vereinsmitglieder die beiden Räume hergerichtet und mit Krafttrainingsgeräten sowie Ringermatte ausgestattet. Am Folgetag siegte beim Seniorenturnier Westerfilde vor Kirchlinde, Annen und den Ringern aus Rübenach. Im Juni ging es zum int. Mannschaftsturnier in die Schweiz zum RC Willisau. Ein schöner Ausflug bei dem man sportlich mit der hochkarätigen Besetzung nicht ganz mithalten konnte. Nach Problemen mit dem Zeltgelände an der Zollernstr. fand das 3. Sommerfest der AG KSV-VfR in der Kirchlinder Aula statt. Am Freitag gab es Oldies mit den „Travellers“.

Für den Samstagabend hatte man neben einer Tanzband noch einen Zauberer, ein paar Tanzpaare des Tanzsportclubs Dortmund und RIO - the voice of Elvis verpflichtet. Da es mittlerweile kein Lokalfernsehen Dortmund mehr gab, konnte die Sportler-Talkshow nur Hörfunkberichte für WDR Radio Dortmund aufzeichnen. In dem neuen Kraftraum startete im Herbst eine Frauenfitnessgruppe ihr Training. Für das Jugendtraining kam im November Thomas Eigenbrodt zum KSV. Beide Seniorenmannschaften wurden in ihren Ligen jeweils auf Platz 5 notiert.

Zu Beginn des Jahres 1990 richtete der KSV erstmals Meisterschaften in der neuen Sporthalle Huckarde aus. Die Vereinsverwaltung wurde modernisiert und man ging im Abrufverfahren der Beiträge zum Datenträgeraustausch über. Die Grenzen innerhalb Deutschlands lockerten sich und der KSV wurde zu einem Vergleichskampf nach Zwickau eingeladen. Mit über 3.000 Flaschen Bier der Dortmunder Union-Brauerei im Gepäck ging es dann vom 20. bis 22. April 1990 nach Zwickau. Die Brauerei unterstütze die Veranstaltung in Zwickau mit Plakaten, Fahnen und Bier. Ungefähr zur gleichen Zeit übernahm Manfred Jarzombek die Trainingsleitung im Seniorenbereich, da Andreas Strobl aufgehört hatte. Am 12. Mai 1990 wurde Karl-Martin Dittmann zum Vizepräsidenten Sport des Ringerverbandes NRW gewählt. Am gleichen Tag fand in den Abendstunden anstelle des Sommerfestes der AG KSV-VfR Kirchlinde eine Oldie-Nacht mit „Traveller“ und „Divers“ statt.

Anlässlich des Deutschen Turnfestes in Dortmund vom 27. Mai bis 3. Juni erklärte sich der KSV zusammen mit dem damaligen Hausmeister im Jungferntal, Rolf Schmidt, bereit für die Versorgung (Frühstücksausgabe) der in der Jungferntal-Schule untergebrachten Teilnehmer zu sorgen. Es wurde dann viel mehr. Tage- und Nächtelang wurden zusätzlich Getränke verkauft, sowie Würstchen und Frikadellen gegrillt. Die Schwaben, die dort untergebracht waren, fuhren begeistern ab und für alle Helfer des KSV war es ein stressige aber schöne Zeit.

Das Rudi Schreer Turnier fand zum wiederholten Male statt und beim Seniorenturnier um den Ritter FIRST Cup siegte Kirchlinde vor Westerfilde und Zwickau. Die Gäste aus Zwickau blieben ein paar Tage und wurden privat bei Vereinsmitgliedern untergebracht. Der Übungsbetrieb im Frauenbereich konzentrierte sich im Laufe des Jahres auf die Fitnessgruppe am Donnerstag im Pavillon. Die seit einigen Jahren bestehende Freitagsgruppe wurde aufgelöst. In der Mannschaftsserie landete das Reserveteam auf Platz 6 und das Verbandsligateam auf Platz 3. Durch Aufstockung der Ligen von 8 auf 10 Mannschaften stieg der KSV in die Oberliga auf.

 

Im Jahr des 65-jährigen Bestehens gab es einige größere Umbrüche. Der Vorstand blieb fast in gleicher Besetzung. Nur die Geschäftsführung wechselte zu Olaf Schulz. Die ersten Versuche im Mädchenringen waren erfolgreich abgeschlossen und keiner ahnte die Entwicklung in diesem Bereich. Zum 1. April 1991 verpflichtete der KSV den bisherigen Nachwuchstrainer Thomas Eigenbrodt als Ringer und Trainer für den Seniorenbereich. Die sportliche Leitung übernahm der bisherige Trainer Manfred Jarzombek. Bei der Aufstiegsfeier am 8. Mai im KSV-Pavillon gab es erstmals Iserlohner Pils nach einem Wechsel des Werbepartners. Während der Bundesgartenschau in Dortmund trat der KSV unter dem Sonnensegel auf. Nach der Teilnahme an der Feier „100 Jahre Ringen in NRW“ des Landesverbandes im Juni in Lünen hieß es vom 28. bis 30. Juni 1991 in Kirchlinde „65 Jahre Ringen im KSV“. Zum Auftakt kam kurzfristig ein Freundschaftskampf gegen eine Florida-Auswahl aus den USA zustande, die man mit 8:7 unter Mithilfe einiger Gastringer besiegte. Samstags empfing man zum Seniorenturnier den ASV Au, bei dem mittlerweile Ralf Schreer tätig war. Kirchlinde siegte beim Jubiläumsturnier vor Marten, Au und Lünen-Süd. Am Sonntag gab es dann Nachwuchsringen beim Rudi Schreer Turnier. Die Gäste aus Au blieben das Wochenende und wurden privat untergebracht.

Holger Graupeter erwarb 1991 die Kampfrichterlizenz und zu Saisonbeginn gab es erstmals in der Halle Jungferntal Bandenwerbung von den Firmen Optik Bohnenkamp und HOGA-Reisebüro. Der Kader wurde durch Uwe Homann, Sinan Dogan, Peter Friedhoff und Thomas Eigenbrodt ergänzt. Marco Brune verließ den KSV. In der Oberligasaison gab es einen 4. Platz, an dem Jens Dempewulf, Stefan Stolzewski, Guido Kessen, Peter Friedhoff, Thomas Eigenbrodt, Ahmet Delifer, Holger Graupeter, Michael Mooi, Wolfgang Nickel, Sinan Dogan, Wolfgang Bleul, Frank Schroeder, Uwe Hohmann und Dieter Sothmann beteiligt waren. Das Reserveteam konnte einen Spitzenplatz erreichen und war zur Halbzeit sogar Tabellenführer. Die 3. Oldie-Nacht fand im September statt.

Im Jahr 1992 richtete der KSV die Landesmeisterschaft der Männer im Freistil aus. Für die Frauengruppe übernahm Margot Müller die Übungsleitung. Neue Briefbögen mit frischem Design wurden entwickelt und haben heute noch Bestand. Die Bandenwerbung wurde von C. Brentrop ergänzt und mit der König-Brauerei fand sich ein neuer Werbepartner im Getränkebereich. Traurig waren alle beim Abschied von Rolf Schmidt am 3. April. In den Sommermonaten fiel das Seniorenturnier aus. Ersatz bildete ein Freundschaftskampf gegen Neuss. Für den Nachwuchs gab es wieder Medaillen beim Rudi Schreer Turnier.

Der Vorstand beschloss eine Bewerbung für eine Deutsche Meisterschaft abzugeben und erhielt im Juli einen positiven Bescheid des Deutschen Ringer-Bundes. Am 11. September traf man sich mit örtlichen Politikern und gründete ein Organisationskomitee. Für die Saison kamen Markus Friedhoff, Ahmet Kalfe, Carsten Helmdach, Peter Schonert, Karsten Grimm und Hugo Skoecz zum KSV.

Dazu verpflichtete man den Weltklasseringer Ivan Radnev, der nach Ablauf seiner Wechselsperre 1993 für Aufsehen sorgte. Mit Ahmet Delifer, Sinan Dogan und Wolfgang Nickel verließen drei Ringer den KSV. Durch den Stadtsportbund bekamen wir erste Kontakte zur Familie Demjanow und die beiden Pjotr warteten auf ihre Startberechtigung für den KSV. Mit Platz 3 wurden die Aufstiegskämpfe knapp verpasst. Viele denken hier an die knappe 13:13,5 Niederlage gegen Mülheim-Styrum unter der Leitung des leider viel zu früh verstorbenen ehemaligen Verbandspräsidenten Werner Kollbacher. Eine 3-wöchige Hallensperre in der Saison sorgte für Trainingsabende im Stützpunkt Westfalenstadion.

Nachdem mittlerweile Martina Kozub wieder die Geschäftsführung übernommen hatte veränderte sich auf der Jahreshauptversammlung 1993 nur die Besetzung des 2.Vorsitzenden durch Reinert Karthaus. Ein Einbruch im Pavillon gehörte zu den unliebsamen Erlebnissen im 1.Quartal.

 

Die Internationale Deutsche Meisterschaft der weiblichen Jugend und Aktiven

Einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte bildete die Ausrichtung der Internationalen Deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend und Aktiven im Freistilringen im April 1993 in der Halle Huckarde. Es war uns gelungen sogar die japanische Nationalmannschaft nach Dortmund zu holen. Es wurde die bis zu diesem Termin am besten besetzte internationale Meisterschaft und man erntete viel Lob von allen Seiten. Zahlreiche Fernsehsender berichteten über dieses Ereignis und alle Helfer von damals denken noch gerne an diese Titelkämpfe zurück.

Im Mai beteiligte sich der KSV am Challenge Day und startete die letzten Saison­vorbereitungen. Saisonplakate und Saisonheft gab es erstmals in neuer Form. Dies war durch den damaligen Hauptsponsor C+S Schwimmbad-Service, Reinhard Bräunig, möglich geworden. Gleichzeitig wurden alle Mannschaftsringer beider Teams neu eingekleidet. Es entwickelte sich eine gute Zusammenarbeit, die über mehrere Jahre fortgeführt wurde.

Zum Mannschaftskader 1993 kamen Ivan Radnev, Pjotr Demjanow, Jörg Dumblus, Dirk Osterhoff, Martin Willfried und Thomas Chmielewski, Abgänge waren Michael Mooi und Wilfried Schnabel. Vorsitzender Karl-Martin Dittmann vertrat mit Karsten Grimm und Carsten Helmdach kurz vor Saisonstart noch die KSV-Farben in der NRW-Auwahl, die für Deutschland am Challange-Cup in Manchester teilnahm. Bereits am 20. November wurde das von vielen als „Dream-Team“ bezeichnete KSV Aufgebot vorzeitig Meister der Oberliga. Am Ende waren es 32:0 Punkte mit 2 Siegen über den KSV Witten 07 II eine Leistung, die nur wenigen vorher gelang. Ivan Radnev konnte nicht mehr zu den Aufstiegskämpfen bleiben und wurde herzlich verabschiedet.

 

Aufstieg

Im Januar 1994 erlebte die Turnhalle Jungferntal wohl etwas einmaliges. Zum Aufstiegskampf am 8. Januar 1994 wurde mit Hilfe des KSV Witten 07 eine Zusatztribüne an einer Kopfseite aufgebaut. So konnten ca. 800 Zuschauer in der bis zum letzten Platz gefüllten Halle den 35:0 Heimerfolg des KSV gegen die KG Salzgitter-Hannover mitfeiern. Schwitzen musste der Vorstand, als die Stadt 2 Tage vor der Veranstaltung die Halle wegen des undichten Daches sperrte. Eine Ortsbegehung am Vortag brachte eine Aufschubgenehmigung. Die KSV-Frauen hatte sich einiges einfallen lassen und Ehrengäste waren aus allen Bereichen vertreten. Zum Auswärtskampf setzte der Verein zwei vollbesetzte Reisebusse mit ca. 150 Fans in Bewegung. In Salzgitter gewann man 26:6 und feierte in der dortigen Disco. Nach der Rückkehr in den Morgenstunden gab es ein Frühstück im damaligen Vereinslokal „Sängerheim“. 

Zur Aufstiegsfeier am 11. Februar 1994 an gleicher Stätte brachten die Kirchlinder Trommler ein Ständchen. Beteiligt an den Aufstiegskämpfen waren Thomas Chmielewski, Guido Kessen, Karsten Grimm, Peter Friedhoff, Thomas Eigenbrodt, Eugen Muschalik, Dirk Osterhoff, Carsten Helmdach, Peter Schonert und Dieter Sothmann.

 

Vom 18. bis 20 März 1994 richtete der Verein die Deutsche Meisterschaft der C-Jugend im gr.-röm. Stil aus. Im Sommer wurde der KSV Turniersieger beim Jubiläumsturnier des ASV Heros und in Willisau - beim Schweizausflug - wurde ein ausgezeichneter 5. Platz belegt. Im August überschattete der Unfalltod des Ringers Mirko Osterkamp die Saisonvorbereitung. Der Mannschaftskader veränderte sich nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga durch Gela Gelaschwili, Eric Krömer und Oliver Thomas. Dieter Sothmann beendete seine Laufbahn und Carsten Helmdach, Hugo Skoecz und Markus Friedhoff suchten bei anderen Vereinen ihr Glück. Zum Saisonende sprang ein achtbarer 5. Platz heraus und die Reserve belegte in der Westfalenliga mit 2 Gastringern des SC Solingen den 4. Platz. Während der gesamten Serie stand in der Halle kein Wasser zur Verfügung. Damit der KSV aber seine Bundesligakämpfe im Jungferntal ausrichten konnte, wurde in Eigenregie ein Duschcontainer vor der Halle aufgebaut. Nach Beendigung der Bundesligasaison wich die KSV-Reserve an den letzten Kampftagen zum KSV Jahn Marten aus.

Auch zu Beginn des Jahres 1995 konnte der Trainingsbetrieb nur im Stadion oder beim KSV Jahn Marten stattfinden. Die Schüler wichen ins Pavillon aus, dadurch bedingt hatte der Verein schon im Herbst 1994 die Frauengymnastikgruppe einstellen müssen. Ein Neubeginn gab es erst wieder im Februar 1996.

Am 19. Februar 1995 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Fast zur gleichen Zeit konnte mit der Dortmunder Union-Brauerei ein neuer Werbevertrag abgeschlossen werden. Der neugewählte Vorstand trat sich am 6. März zusammen mit den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern zu einer Situationsanalyse. Am Ende fasste der Verein nach Rücksprache mit Hauptsponsor und KSV-Förderkreis den Beschluss das Team aus der 2. Bundesliga zurückzuziehen und den freien Platz in der Verbandsliga NRW zu beantragen. Man konnte und wollte das Finanzspiel nicht mitmachen. Wie sich im Rückblick herausstellte war dieser Beschluss genau der richtige Weg. Man war mit einem blauen Auge davon gekom­men.

In der mittlerweile komplett renovierten Halle Jungferntal fand im Mai nach längerer Pause am Himmelsfahrtstag wieder ein Hallenfußballturnier statt. Beim Tag der offenen Tür unseres Hauptsponsors, C+S Schwimmbad Service, trat man wieder auf und bekam diesmal Verstärkung durch den Spitzenringer Alexander Leipold aus Goldbach. Im Juni fuhr die Vereinsjugend für ein paar Tage nach Schauren.

Nachdem vor dem Bundesligarückzug bereits Peter Schonert, Oliver Thomas und Eric Krömer den Verein verlassen hatten, trennte man sich mit dem Rückzug im beiderseitigen Einvernehmen von Karsten Grimm und Peter Friedhoff, die nach Worringen wechselten. Neu hinzu kamen Carsten Griese, Wolfgang Nickel, Jens Nickel, Burhan Topal und Arthur Dziedzic. Am Ende der Saison gab es einen tollen 1. Platz in der Verbandsliga und die Reservemannschaft belegte Platz 8 unter 11 Teams der Westfalenliga. Der Saisonstart wurde überschattet vom plötzlichen Tod des Verbandspräsidenten Werner Kollbacher. Sein Nachfolger wurde der KSV-Vorsitzende Karl-Martin Dittmann. Zum Jahreswechsel verstarb dann der einzige noch lebende KSV-Gründer Karl Busse.

 

70 Jahre Ringen im KSV

Das Jahr 1996 stand ganz unter dem Motto „70 Jahre Ringen im KSV“. So wurde für fast jeden Monat eine Veranstaltung unter diesem Motto geplant. Es waren die Westfalenmeisterschaften der Männer, die Jahreshauptversammlung der Jugend und des Gesamtvereins, die Landesmeisterschaft der weiblichen Altersklassen, die nationalen Deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend und Aktiven, die traditionsreiche 8. Oldie-Nacht des KSV-Förderkreises, die Kreismeisterschaft der Jugend und letztendlich der Jubiläumsabend am 2. November 1996 im Saal der evgl. Kirchengemeinde Kirchlinde. Wie immer in den letzten Jahren beteiligte sich der KSV an der Kirchlinder Woche und wurde zum wiederholten Male Stadtmeister im Bettenrennen. Zu Saisonbeginn gab es 1996 lediglich Terminplaner in den örtlichen Geschäften und Gaststätten. Auf das Saisonheft wurde zugunsten einer Festschrift zum Jubiläumsabend verzichtet.

 

Das Verbandsligateam des KSV Kirchlinde 1926 wurde zum Saisonstart von der Firma C+S Schwimmbad-Service und der Continentale Generalagentur Rainer Hoyer mit neuen Anzügen ausgestattet. Die für den 17. August geplante Saisoneröffnungsfeier wurde vom plötzlichen Tod des Jugendausschussmitglieds, Christian Richter überschattet. Das geplante Programm wurde stark reduziert.

 

Die Mannschaftssaison 1996/1997 startete der KSV Kirchlinde im 2. Jahr in der Verbandsliga NRW. Nach dem geglückten Neuaufbau 1995, der mit der Vizemeisterschaft gekrönt wurde, versuchte nun das Team die Klasse zu erhalten. Die Reservestaffel des KSV kämpfte in der Westfalenliga.

Mit den Neuzugängen Peter Ganser, Thomas Ciliax, Michael Mooi, Ayhan Öztürk und Thomas Kovacs konnte die neue Saison in Angriff genommen werden Später kamen noch die Brüder Chanthiralingam hinzu. Einziger Abgang in diesem Jahr war Jörg Dumblus. Auf den Einsatz von Ivan Radnev und Gela Gelaschwili verzichtete der KSV aus Kostengründen. Zum Saisonende gab es einen 5.Platz der 1.Mannschaft in der Verbandsliga und die KSV-Reserve kam auf Platz 7 der Westfalenliga.

Nach 6 erfolgreichen Trainerjahren wollte Thomas Eigenbrodt zum Saisonende aufhören. Gemeinsam wurde ein neuer Trainer gesucht und gefunden. Klaus Rakete wurde im Oktober als Nachfolger vorgestellt und trat zum 1. Januar 1997 seinen Dienst an.

Zum Jubiläum wurde in den Räumen der Stadtsparkasse Rahm am 21. Oktober eine Ausstellung mit alten Bildern, Pokalen und Dokumenten eröffnet. Recht erfolgreich verlief dann am 2. November 1996 der Jubiläumsabend im Saal der evgl. Kirchengemeinde Kirchlinde.

 

Das Jahr 1997 begann wie jedes Jahr wieder mit einer Vielzahl von Einzelmeisterschaften auf denen etliche KSV-Ringer Medaillen gewinnen konnten. Am 20. Februar 1997 stand dann die Jahreshauptversammlung auf dem Programm. Im Vorstand gab es dabei einige Veränderungen. Im Amt blieben nur Karl-Martin Dittmann als 1.Vorsitzender, Klaus Willfried als 2.Vorsitzender und Jürgen Graupeter als Jugendwart. Neu hinzu kamen als Geschäftsführerin Ulrike Dittmann, als Hauptkassiererin Hannelore Jarzombek und als Frauenwartin Heike Oberkönig. Klaus und Ellen König wurden 2.Geschäftsführer bzw. 2.Kassiererin und Sozialwartin. Gisela Stolzewski wurde 2.Jugendwart und Jürgen Benthaus Jugendkassierer. Zum Jugendausschuss gehörten noch Klaus Willfried, Konrad Heinrichs und Andreas Fischer. Jugendtrainer blieb Holger Graupeter und Manfred Jarzombek wurde Sportwart. Der Frauenanteil im KSV-Vorstand war damit noch nie so hoch wie jetzt.

 

Vom 14. bis 16. März 1997 richtete der KSV die Deutsche Meisterschaft der B-Jugend im Freistil in der Sporthalle Huckarde aus. Wieder gab es viel Lob und mit der Ausrichtung von 4 Deutschen Meisterschaften innerhalb von 5 Jahren stellte der KSV einen neuen Rekord im Deutschen Ringer-Bund auf. Der KSV-Starter Dennis Richter schied nach 2 Niederlagen aus. 

Bei der Mitgliederversammlung des DRB in Dresden wurde der KSV-Vorsitzende Karl-Martin Dittmann, der von 1993-1997 bereits als Bundesligareferent dem Präsidium des DRB angehörte, zum neuem Leistungssportreferenten der deutschen Ringer gewählt.

Sven Stolzewski qualifizierte sich für die Deutsche Meisterschaft der C-Jugend im Freistil in Trossingen. Mit Platz 11 in der 47kg-Klasse kehrte er zurück.

Kirchlinder Oldie-Nacht und Kirchlinder Woche mit dem traditionellen Bettenrennen und dem Sieger KSV Kirchlinde standen wieder auf dem Jahresprogramm des Vereins

 

Für die Saison konnten mit Senol Sakalli (ASV Heros Dortmund), Uwe Theuerkauf (DSC Wanne-Eickel), Markus Friedhoff (KSV Jahn Marten), Stanko Maksic (KSV Hohenlimburg), Dennis Weskamp (SU Annen) und Sergej Wittich (KSV Werries) 6 neue Ringer verpflichtet werden. Aus den eigenen Reihen kamen Dennis Richter und Sven Stolzewski hinzu. Einziger Abgang war Ayhan Öztürk, der zu seinem Stammverein Annen zurückkehrte. Zum Saisonstart gab es einen Bericht im „Offenen Kanal“ bei Sport-Live und ein Sommerfest mit vielen Spielen für Kinder läutete die Saison ein. In der Saison gab es in der Verbandsliga lange einen Zweikampf mit dem KSV Efferen. Am Ende belegte man Platz 3 punktgleich mit Ückerath. Die 2.Mannschaft kam in der Westfalenliga auf Platz 8.

 

Zum Jahresbeginn 1998 kamen Peter Schonert vom VfK Lünen-Süd, der von 1992 bis 1994 schon für den KSV kämpfte, und Mustafa Fis vom ASV Westerfilde zum KSV. Der KSV war Ausrichter der Westfalenmeisterschaften der Männer im gr.-röm. Stil. Hier war man vor heimischer Kulisse bester Verein und stellte mit Mustafa Fis und  Peter Schonert 2 Meister.

Erstmals richtete der Ringerverband NRW im Jahre 1998 Landesmeisterschaften der Altersklassen aus. Der KSV Kirchlinde war bei der Premiere erfolgreichster Verein und stellte mit Klaus Rakete, Peter Schonert und Detlef Altmann gleich 3 Titelträger. Bei den „German Masters“ holte sich Peter Schonert den Titel und Stanko Maksic die Bronzemedaille. Trainer Klaus Rakete kam auf Platz 5.

 

Ein Jubiläum gab es beim Förderkreis. Am 16. Mai fand die 10.Kirchlinder Oldie-Nacht mit „Birdie“ und „Traveller“ statt. Zum Jubiläum gab es eine Ballonfahrt zu gewinnen. KSV-Vorsitzender Karl-Martin Dittmann wurde auf dem Verbandstag der NRW-Ringer für weitere 4 Jahre im Amt des Präsidenten bestätigt.

Im Laufe der Saisonvorbereitung starteten die KSV-Ringer bei einem Turnier in Holland und richteten wieder ein Sommerfest verbunden mit einem Freundschaftskampf gegen den KSV Jahn Marten aus. Neben den erwähnten Neuzugängen kamen noch Andreas Pisniak (VfK Lünen-Süd), Dursun Süer (ASV Westerfilde), Michael Schulze, Torsten Drexelius, Marko Holick (KSV Witten) und Andreas Nieswand aus der eigenen Jugend hinzu.

Im September 1998 reiste Karl-Martin Dittmann mit einer Sportdelegation nach Rostow am Don und konnte dort die Kontakte zu den Ringern vertiefen.

Sportlich war es eines der erfolgreichsten Jahre in bezug auf die Mannschaftssaison. Die 2.Mannschaft sicherte sich mit Platz 3 in der Niederrheinliga den Aufstieg in die zweigeteilte Landesliga und das Verbandsligateam des KSV schaffte trotz eines 2.Platzes in der Liga den Aufstieg in die Oberliga NRW. Zum Jahresende damit grenzenloser Jubel beim KSV.

Zum Jahreswechsel wurden Meldungen bekannt, dass Kirchlindes Vorsitzender in Witten beim KSV das Amt des 1.Vorsitzenden für den schwer erkrankten Wolfgang Fischer übernehmen würde. Am 12. März 1999 war es dann amtlich. Karl-Martin Dittmann war Vorsitzender in Kirchlinde und Witten.

Bei den Jahreshauptversammlungen Ende Februar gab es wieder einige Veränderungen. Neue Kassiererin des Vereins wurde Gudrun Weskamp, neue 2.Geschäftsführerin Christine Mount und neuer Sportwart Klaus Rakete. Im Jugendausschuss wurde Dirk Nottebaum neuer 2.Jugendwart. Als Beisitzer wurden Gisela Stolzewski, Cordula Nieswand, Michaela Schlicht und Frank Rohmann gewählt.

Andreas Nieswand und Sven Stolzewski qualifizierten sich für die Deutschen Meisterschaften der B-Jugend, wobei Andreas am Ende einen guten 7.Platz belegte. Mit Stefan Benthaus qualifizierte sich ein weiterer KSV-Ringer für eine DM. Er wurde 9. bei den Titelkämpfen der C-Jugend. Einen Meistertitel gab es für Stanko Maksic bei den German Masters.

Im Mai gab es wieder eine Oldie-Nacht, die diesmal von einem nächtlichen Einbruch überschattet wurde. KSV-Vorsitzender Karl-Martin Dittmann war in seiner DRB-Funktion als Leistungssportreferent viel auf Achse. So war er u.a. Delegationsleiter bei den Europameisterschaften in Weißrussland und Bulgarien und bei den Weltmeisterschaften in der Türkei und Griechenland.

Bei der 16.Kirchlinder Woche holte sich der KSV wieder den Titel im Bettenrennen und der im Vorjahr dem Regen zum Opfer gefallene Festumzug wurde nachgeholt. Der KSV war mit einem Wagen und einer Fußgruppe gut vertreten.

Zur Mannschaftssaison kam Björn Hoffmann vom KSV Witten 07 zurück zum KSV und Jörg Zimmermann (VfK Lünen-Süd) schloss sich ebenfalls dem Verein an. Das Sommerfest fiel mangels Gegner in diesem Jahr aus. Es wurde nur ein öffentliches Training mit Vorstellung der Mannschaftskader veranstaltet. Erstmals nach längerer Pause wurde das Rudi-Schreer-Turnier für Nachwuchsringer wieder ausgerichtet. Vereinsarzt Heinrich Kippert stiftete einen Wanderpokal, den der eigene Nachwuchs souverän gewann. Örtliche Politiker sorgten für Medaillen und Urkunden.

Im Rahmen des Libellenfestes 1999 wurde der KSV Kirchlinde von der AG Gartenstadt Jungferntal-Rahm mit der goldenen Libelle ausgezeichnet. Im Rahmen einer Feierstunde in der kath. Kirche Rahm hielt der ehemalige Vorsitzende des Sportausschusses im Rat der Stadt Dortmund, Karl-Heinz Middendorf, die Laudatio. Beim Festumzug des Libellenfestes war der KSV dann stark vertreten.

Im Herbst 1999 drehte sich in Kirchlinde alles um die Zahl „200“. Am 30. Oktober fand in der Aula Kirchlinde eine Großveranstaltung „200,0“ statt. Anlass waren drei Geburtstage: 110 Jahrer TSV Kirchlinde, 80 Jahre Trommlerkorps „Gut Klang“ und 10 Jahre Förderkreis des KSV. Ein tolles Programm u.a. mit einer Samba-Show sorgte für einen tollen Abend im Dortmunder Westen.

Im Saisonverlauf wechselten sich Siege und Niederlagen ab. Am Ende gab es einen 5.Platz in der Oberliga und auch die Zweitvertretung schaffte den Klassenerhalt in der Landesliga. In den letzten Kämpfen stand dem KSV auch Rückkehrer Oliver Thomas als Verstärkung zur Verfügung. Björn Hoffmann wurde mit 52 Zählern erfolgreichster Ringer der Oberliga NRW. Zum Jahresende wurde Holger Graupeter als Schülertrainer aus beruflichen Gründen verabschiedet. Seine Nachfolgerin wurde Annett Graupeter.

 

Jubiläumsjahr 2001

In Richtung des Jubiläumsjahres 2001 fielen Ende 1999 schon wichtige Entscheidungen. So wurde dem KSV die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft der C-Jugend im gr.-röm. Stil für das Jahr 2001 übertragen. Vorher standen aber im Jahr 2000 u.a. noch die Ausrichtung des Endturniers der Mini-Liga und der Landesmeisterschaft der Männer im Freistil in der Halle Huckarde auf dem Programm. Der Vertrag mit Trainer Klaus Rakete wurde nach 3 erfolgreichen Jahren unbefristet verlängert.

 

Zum Jahresbeginn 2000 beendete Karl-Martin Dittmann die Doppelvorsitzfunktion in Kirchlinde und Witten. Die ihm im Bereich des DRB übertragenen Aufgaben Richtung Olympia Sydney 2000 ließen keine andere Wahl zu. Er war damit nur noch Vorsitzender in Kirchlinde.

 

Bei der vom KSV ausgerichteten Landesmeisterschaft wurde Björn Hoffmann Landesmeister und Pjotr Demjanow hinter Christian Graupeter Vizemeister. Beim Endturnier der Mini-Liga kam der KSV-Nachwuchs auf Platz 9.

 

Anfang Februar wurde Kirchlindes Geschäftsführerin Ulrike Dittmann neue Frauenbeauftragte des StadtSportBundes Dortmund.

 

Bei den Deutschen Meisterschaften der Männer sammelten Björn Hoffmann und Pjotr Demjanow Erfahrung, die sich später auszahlte. Für Pjotr Demjanow wurde der Start erst durch seine kurzfristige Einbürgerung möglich.  Björn Hoffmann wurde dann in Tennenbronn Deutscher Meister der A-Jugend in der 50kg-Klasse. Bei den Titelkämpfen der C-Jugend im Freistil in Berghausen schied KSV-Ringer Manuel Schlageter nach der Vorrunde aus. Ein paar Wochen später krönte Pjotr Demjanow die KSV-DM-Bilanz 2000 mit den Titelgewinn bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren im Freistil in Trossingen.

1 Jahr vor der Deutschen Meisterschaft 2001 traf sich der KSV-Vorstand mit Vertretern der örtlichen Politik um Aufgaben und Ziele abzustecken. KSV-Vorsitzender Karl-Martin Dittmann war mal wieder zu Europameisterschaften in Budapest und Moskau.

Ende April gab es dann keine guten Nachrichten. Da einige KSV-Athleten etwas kürzer treten wollten, hatte der KSV keine schlagkräftige Oberligastaffel und entschloss sich nach Rücksprache mit dem Förderkreis und dem Hauptsponsor zum Rückzug aus der Oberliga. Das bedeutete für die Saison 2000: Start in der Landesliga und Bezirksliga.

Bei den German Masters im Mai gab es Gold für Stanko Maksic, Silber für Peter Schonert und Bronze für Dieter Sothmann. Die Kirchlinder Oldie-Nacht hatte ihre 13. Auflage mit einem etwas geänderten Konzept. Über Pfingsten gab es einen großen Jugendausflug mit der TSG Herdecke zum Salzgitter-Turnier. Dort gewann man die Mannschaftswertung.

Am 8. Juni 2000 verkündete es die Bild-Zeitung und einige andere Medien: „Dittmann neuer DRB-Generalsekretär“. Das geschäftsführende DRB-Präsidium hatte sich für Karl-Martin Dittmann als Nachfolger für den zum 1.12.2000 aus Altersgründen ausscheidenden Generalsekretär Manfred Müller entschieden.

Im August gab es in Marten den letzten Kreistag. Der Kreis Dortmund wurde aufgelöst und die Dortmunder Ringervereine sind zukünftig in der Fachschaft Ringen im StadtSportBund Dortmund aufgehoben.

Zum Saisonstart gab es wieder ein Rudi-Schreer-Turnier. Gewinner war diesmal der KSV Erkenschwick.

 

Für den KSV-Vorsitzenden Karl-Martin Dittmann ging im September ein Traum in Erfüllung. Er nahm als Mannschaftsleiter der deutschen Ringer an den Olympischen Spielen in Sydney teil und marschierte mit dem deutschen Team am 15. September 2000 zur Eröffnungsfeier ins Olympiastadion ein. Erlebnisse und Eindrücke, die man nicht vergessen wird.

 

Das Landesliga-Team beherrschte souverän die Saison und wurde bereits am vorletzten Kampftag mit einem 34,5:0 Kantersieg gegen Hohenlimburg in der Besetzung Elmar Goepel, Michael Zimmer, Andreas Nieswand, Sven Stolzewski, Senol Sakalli, Klaus Rakete, Andreas Pisniak, Oliver Thomas, Stanko Maksic und Thomas Ciliax vorzeitig Meister. Mit 46,5 Punkten war Oliver Thomas erfolgreichster KSV-Ringer 2000. Einen 5.Platz gab es für die KSV-Reserve in der Bezirksliga.

Das Jubiläumsjahr 2001 unter dem Motto „75 Jahre“ Ringen im KSV Kirchlinde 1926 e.V. stand vor der Tür. Zum Jahresbeginn gab es einen Trainerwechsel im Nachwuchsbereich. Björn Hoffmann und Klaus Rakete übernahmen diese Aufgabe und konnten mit ihren Nachwuchsringern zahlreiche Medaillen erkämpfen.

Auf der Jahreshauptversammlung Anfang März gab es mal wieder größere Veränderungen. Vorsitzender Karl-Martin Dittmann, der dieses Amt nun 20 Jahre inne hat, bekam mit Wolfgang Exner und Konrad Heinrichs zwei neue 2.Vorsitzende. Neue Frauenwartin des KSV wurde Anja Rakete. Jugendwart Jürgen Graupeter bekam mit Frank Rohmann einen neuen Vertreter. Neben Gisela Stolzewski und Cordula Nieswand gehört nun auch Matthias Dresp zum KSV-Jugendausschuss.

 

Sportlicher Höhepunkt war 2001 sicherlich die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft der C-Jugend im gr.-röm. Stil in der Sporthalle Huckarde. Hier setzte der KSV wieder Zeichen. So gab es u.a. am Freitagabend Live-Berichte im WDR-Fernsehen. Mit der fünften DM-Ausrichtung in 8 Jahren kann wohl kein anderer Verein im Deutschen Ringer-Bund mithalten. Pech hatte im Vorfeld der vorgesehene KSV-Starter Manuel Schlageter, der durch einen Unfall ausfiel. Die 13. Kirchlinder Oldie-Nacht durfte im Jubiläumsjahr nicht fehlen.

 

Bei den German Masters holte sich Andreas Pisniak den Titel und KSV-Nachwuchs-Trainer Björn Hoffmann wurde Vizemeister bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren. In Salzgitter verteidigte die KSV-Jugend den Wanderpokal und zum Saisonauftakt im August fand wieder das Rudi-Schreer-Turnier statt. 

Für die Mannschaftssaison 2001 in der Verbandsliga NRW kehrte Karsten Grimm zum KSV zurück und mit Matthias Sturm, Mesut Kayar und Murat Arslan konnten weitere Neuzugänge begrüßt werden. Andreas Pisniak wurde wieder Sieger bei den German Masters und bei der Sportlerehrung der Stadt Dortmund hierfür ausgezeichnet. Im Vorfeld der Saison gab es wieder einen Jugendausflug nach Salzgitter und die Mannschaft war beim Turnier des ASV Boden zu Gast.

Pünktlich zum Saisonstart im August fand auch wieder ein Rudi-Schreer-Turnier der Jugend statt und die KSV-Mädchen traten bei der Messe „Dortmunder Herbst“ in der Westfalenhalle auf. Das Vereinsjubiläum wurde am 3. November 2001 im Saal der evgl. Kirchengemeinde gefeiert.

 

 

 

Von 2002 bis 2006

 

Zum Jahresbeginn 2002 kam nicht nur der Euro zu uns. Unter Einbeziehung der Dortmunder Ringervereine plante der Deutsche Ringer-Bund mit dem Ringerverband NRW die Durchführung des Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland im gr.-röm. Stil in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle. Dieses große internationale FILA-Turnier fand bisher 4 x von 2002-2005 unter Beteiligung einiger KSV-Mitglieder als Organisatoren und Helfer statt.

Mit Björn Nottebaum hatte der KSV einen Starter bei den Deutschen Meisterschaften der B-Jugend im gr.-röm. Stil in Koblenz. Der Jugendausflug ging in diesem Jahr zum Turnier nach Viernheim.

Zum Saisonstart gab es wieder das Rudi-Schreer-Turnier und die 14. Oldie-Nacht wurde im Kirchlinder Schulzentrum gefeiert. Die Mannschaft veränderte sich für die Landesliga Ost etwas stärker. Den Neuzugängen Georg Plodek aus Hamm und Björn Nottebaum aus der eigenen Jugend standen Abgänge von gleich 6 Ringern gegenüber.

 

Karl-Martin Dittmann wurde als Präsident des Ringerverbandes NRW für weitere 4 Jahre bestätigt.

 

Auf der Jahreshauptversammlung 2003 veränderte sich der Vorstand nur geringfügig. Die Geschäftsführung übernahm der Vorsitzende Karl-Martin Dittmann, Gudrun Weskamp wurde seine Vertreterin. Die Kassengeschäfte übernahm Ulrike Dittmann. Neue Frauenwartin wurde Vera Herfort. Im Trainingsbereich der Jugend kam Oliver Thomas neu hinzu.

Im April beteiligten sich einige KSV-Mitglieder an verschiedenen Aktionen in Zusammenhang mit der Düsseldorfer Olympiabewerbung 2012, die leider nicht vom Erfolg besonnen war.

Die Mannschaft, in diesem Jahr ohne Veränderungen, startete beim Jubiläumsturnier des ASV Westerfilde, wie immer beim Bettenrennen der Kirchlinder Woche und Andreas Pisniak gewann wieder die German Masters. Im Rahmen der Kirchlinder Woche beteiligte sich der KSV beim Festumzug und der Nachwuchs zeigte sein Können auf der Bühne im Kirchlinder Kreuzungsbereich. Zum Jugendausflug ging es diesmal zum Ladenburger Turnier.

Erstmals fand im Herbst eine Mitgliederversammlung des Deutschen Ringer-Bundes in Dortmund statt. Saisonberichte des KSV gab es auch wieder im Offenen Kanal Dortmund bei „Sport Live“.

Der KSV-Vorsitzende erlebte in diesem Jahr wieder eine Europameisterschaft in Riga und eine Weltmeisterschaft in New York.

 

Im März 2004 berichtete der WDR Hörfunk über das Ringen aus der Turnhalle Jungferntal. Die Kindersendung „Peters Leibesübungen“ wurde direkt aus der Halle Jungferntal gesendet. In einer weiteren Sendung berichtete Karl-Martin Dittmann über seine Erfahrungen bei Olympischen Spielen.

Nach mehrjähriger Abstinenz stellte der KSV bei den Landesmannschaftsmeisterschaften wieder eine C-/D-Jugendmannschaft. Das Vereinsmitglied Christian Graupeter wurde Deutscher Meister der Männer im Freistil 66 kg. An der Deutschen Meisterschaft der weiblichen Jugend nahmen Annika Nieswand und Janina Rakete teil.

Im Juni holte sich Andreas Pisniak zum wiederholten Male den Titel bei den German Masters, die diesmal vor der Tür in Hörde ausgerichtet wurden. Die Unternehmungen mit Jugendausflug, Beteiligung Kirchlinder Woche und Start bei Mannschaftsturnieren durften auch 2004 nicht fehlen.

 

Für den KSV-Vorsitzenden Karl-Martin Dittmann gab es mit den Olympischen Spielen in Athen wieder ein Highlight. Er nahm wieder als Mannschaftsleiter der deutschen Ringer an den Olympischen Spielen teil und sammelte erneut Erlebnisse und Eindrücke, die man nicht vergessen wird.

 

In der Landesliga Ost strebte man einen Spitzenplatz an. Der Kader, den Lars Jarzombek und Georg Plodek verließen, wurde mit Detlef Böddeker, Marcin Michalak, Marc Strzalka und Sebastian Schlicht verstärkt. Am Ende reichte es aber trotzdem nicht für den Aufstieg.

Mittlerweile fand schon die 16. Kirchlinder Oldie-Nacht statt und die Hobbygruppe Hallenfußball wurde im September gegründet. In Kirchlinde konnte im Herbst die neue Schützenhalle und der Zunftbaum eingeweiht werden. „Sport Live“ berichtete komplett über das Lokalderby beim VfL Kemminghausen.

Turnusgemäß fanden auf der Jahreshauptversammlung im März 2005 wieder Neuwahlen statt. Es gab nur eine Änderung. Detlef Böddeker wurde zum 2.Jugendwart gewählt. Dies spricht für die Kontinuität in der Kirchlinder Vorstandsarbeit.

 

Bei den Deutschen Meisterschaften 2005 im Nachwuchsbereich war der KSV mit Janina Rakete, Marvin Dresp, Hans Schumann und Dennis Böddeker stark vertreten. Dennis Böddeker gewann dabei die Bronzemedaille der C-Jugend im gr.-röm. Stil. Für die eigene DM-Ausrichtung 2006 fanden schon jetzt erste Vorbereitungsgespräche statt.

Erstmals nahm im Rahmen der Kirchlinder Woche eine Walking-Gruppe des KSV am Kirchlinder Friedenslauf teil. Der Vereinsausflug ging dieses Jahr wieder mal nach Viernheim. Für Andreas Pisniak reichte es diesmal bei den German Masters nur zum 2.Platz.

Mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 übernahm Manfred Jarzombek im Rahmen der offenen Ganztagsgrundschule eine Projektgruppe im Jungferntal. Aus dieser Gruppe treten mittlerweile die ersten Kinder für den KSV bei Meisterschaften und Turnieren an. Gleichzeitig beteiligt sich der KSV seit dieser Zeit auch am LSB-Projekt „schwer mobil“.

 

Der Mannschaftskader 2005 verzeichnete die Abgänge von Andreas Nieswand und Sven Stolzewski. Aus Siegen kam Martin Farl neu zum KSV. Am Ende gab es in der Landesliga einen Mittelfeldplatz.

Lange ungeklärt war die Situation um die Ausrichtung der 17. Kirchlinder Oldie-Nacht. Wegen der anstehenden Sanierungsarbeiten im Kirchlinder Schulzentrum gab es erst keine Genehmigung. Sie konnte dann doch stattfinden, dafür gibt es für 2006 keine Chance zur Ausrichtung, da die Sanierung noch andauert.

Schon war man im Jahr 2006 angekommen und dieses Jahr sollte wieder einige Veranstaltungen unter dem Motto „80 Jahre Ringen“ im KSV Kirchlinde 1926 bringen.

Im Januar nahm der KSV erstmals an der Westricher Dorfmeisterschaft im Hallenfußball teil. Bei der Jahreshauptversammlung im März wurden dann letzte Einzelheiten für das Jubiläumsjahr besprochen.

Am 27. März 2006 überraschte der Verein seinen 1.Vorsitzenden mit einem Empfang aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums als 1.Vorsitzender. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport ließen es sich nicht nehmen zu gratulierten.

Sportlicher Höhepunkt im Jubiläumsjahr war sicherlich die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft der C-Jugend im gr.-röm. Stil vom 21. bis 23. April 2006 in der Sporthalle Huckarde. Die Meisterschaft fand leider ohne Kirchlinder Teilnehmer statt. Dafür startete Marvin Dresp bei den nationalen Titelkämpfen der B-Jugend im Hürth.

Im Mai startete der KSV-Nachwuchs in neuen Trainingsanzügen beim Herdecker Pokalturnier und konnte zahlreiche Erfolge erkämpfen.

Bei der Kirchlinder Woche war der KSV wieder beim Friedenslauf und Bettenrennen aktiv. Für die Mannschaftssaison 2006 wurde der Kader wieder verstärkt. Nähere Informationen hierzu finden Sie an anderer Stelle des Heftes.

Das Jubiläumsjahr 2006 wird nun mit dem Jubiläumsabend am 9. September 2006 im Saal der evgl. Kirchengemeinde Kirchlinde-Rahm abgerundet.

Den Abschluss der Veranstaltungen bildet am 22. Oktober die wiederholte Ausrichtung des Rudi-Schreer-Turniers für Nachwuchsringer in der Turnhalle Jungferntal.

 Stand. 22. August 2006

Der KSV in Bildern

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